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                                Sappeur

In Napoleons Linienregimentern wurden die besten und kräftigsten Männer der Grenadierkompanien als Sappeure  eingesetzt. Diese Truppenhandwerker hatten wichtige  Aufgaben, wie etwa das Anlegen von Sappen, die Lauf- und  Annäherungsgräben beim Kampf, Freimachen von Marschrouten, Vorbereiten von Biwakgelände, Erstellen von  Feldbefestigungen oder auch Schießscharten in bestehende Mauern zu schlagen. Dieser Dienst erforderte Mut und Körperkraft. Zusätzlich zur allgemein üblichen Bewaffnung  führten die Sappeure eine langstielige Zimmermannsaxt bei sich. Zum Schutz der Uniform trugen sie eine lange  Lederschürze. Als Anerkennung für ihren Einsatz erhielten  die Sappeure das Privileg, an der Spitze der Kolonne zu marschieren. Darüber hinaus stellten sie die Wachen vor dem Hauptquartier, und sie genossen das exklusive Recht, Bärte  zu tragen. Noch heute führen bei der Parade zum 14. Juli in  Paris axtbewehrte, bärtige Sappeure in weißen Arbeitsschürzen stolz das Kontingent der Fremdenlegion an.

 

Teile des Artikels und aus  Rost und Grünspan
Schweizer Soldat 10/2000